Cantare Repelen Die Innovation des vokalen Musizierens aus Moers-Repelen

Ein himmlischer Chorklang

Kein schöner Land

Schon seit nunmehr 30 Jahren steht Cantare Repelen unter der musikalischen Leitung von Hermannjosef Roosen. Seine musikalische Handschrift trägt konstant über diese lange Zeit eben Früchte und hat die Entwicklung des Chores so geprägt, dass sich das verantwortliche Management über eine Zukunft keine Sorgen machen muss. Deutlich wurde das am vergangenen Wochenende: Samstag noch eine grandiose Show der „New Generation“ mit jungen Menschen, wo die Band „Voicemail“ ausgecastet wurde – Sonntag mit den beiden Formationen „DaCapo“ und „Collegium Vocale“ ein Konzert mit volkstümlicher Musik. Nicht nur die Formationen der mittlerweile „Vokalen Holding – Cantare“ sind sehr unterschiedlich, sondern auch die Zuschauer der jeweils angebotenen Veranstaltungen. So auch am Sonntag:

Archivbild: DaCapo

Auch hier kamen die zahlreichen, jedoch andere Besucher sehr früh, um sich gute Plätze in der Ev. Dorfkirche in Repelen zu sichern. Nach der Begrüßung durch Marliese Brinkmann, der Leiterin des Managements, begann der musikalische Auftakt mit der Kantate „Der Jahresreigen“ von Hermannjosef Rübben. Schon hier zeigte sich die Ausgewogenheit und die stimmliche Homogenität des „Seniorenensembles DaCapo“. Einfühlsam und technisch brilliant wurden die Chöre durch Hermannjosef Roosen an dem leider sehr verstimmten neuen Yamaha-Flügel begleitet, was den Hörgenuss, zumindest in den begleiteten Chorwerken, schmälerte. Auch die in der Mittellage klappernde Mechanik dieses Instrumentes wurde hin und wieder hörbar, weil offensichtlich ein Bleistift dort blockierte. Schade, dass die Verantwortlichen dieses Instrument nicht richtig pflegen. Anders entfaltete sich das Hörverhalten bei den a cappella vorgetragenen Chorwerken.

Ein weiteres Highlight war die Vorstellung der Chorwerke, die das „Collegium Vocale“ im Oktober zum Leistungssingen des ChorVerbandes NRW in der Stadthalle Unna musizieren wird. Hier wurde deutlich, dass Cantare in der Vergangenheit immer wieder verdient den Titel „Meisterchor“ geführt hat. Transparenz, sauberste Intonation und Artikulation ließen den Kirchenraum Musik atmen. „Da Pacem Domine“ von Charles
Gounod oder „Abend wird es wieder“ im Satz von Uwe Henkhaus ließen ein wahrhaftes Gänsehautfeeling aufkommen.

Archivbild DaCapo

Auch die Zuhörer selber hatten sichtlichen Spaß, bei einigen Chorwerken, begleitet durch DaCapo, mitsingen zu können. Ob in der Volksliederkantate von Michael Schmoll oder einfach nur bei „Das Wandern ist des Müllers Lust“ es machte riesige Freude. So verging die Zeit dieses Konzertes wie im Fluge und viele Besucher versprachen: „Beim Weihnachtskonzert sind wir wieder dabei. „Es ist ein himmlischer Chorklang“ bemerkte eine Zuhörerin beim Verlassen der Kirche und ergänzte: „Zur nächsten Probe möchte ich gerne kommen. Ich habe lange gesucht. Jetzt habe ich den Chor gefunden, den ich lange Zeit gesucht habe, wo ich wieder singen kann!“

Hans-Dieter Mehrbach

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